Was fühlen wir beim Hören?

Welche Empfindungen lösen unterschiedliche Schallereignisse beim Menschen aus? Kann man diesen Einfluss beurteilen? Wenn ja, wie beschreibt man diese Empfindungsgrößen? Welche Parameter müssen angepasst werden, dass ein Geräusch am besten zu einem Produkt passt?

Mit diesen und ähnlich interessanten Fragestellungen beschäftigt sich Areus Engineering im Fachbereich Akustik und Sounddesign.

Die Beurteilung der Geräusche kann zum einen direkt durch Menschen (Jury Testing) oder durch instrumentelle Empfindungsgrößen erfolgen. Diese Werte lassen sich mit den physikalischen Größen des Schalles vergleichen, um den Auslöser für Empfindungen zu bestimmen.

Neben den bekannten akustischen Größenangaben, wie Lautstärke, Frequenzgang, Klirrfaktor und Dynamik gibt es weitere Empfindungsgrößen, die ein Schallsignal beschreiben. Die Rauhigkeit, die Schwankungsstärke, die Schärfe und die Lautheit beschreiben dabei das Empfinden eines Signals.

Die Lautheit, als Maß für die Lautstärkeempfindung (Einheit Sone). Die Schwankungsstärke (Einheit Vacil) beschreibt die Empfindung der Lautstärkeschwankung. Die hochfrequenten Anteile des Schalles lassen ihn scharf klingen. Aus der Gewichtung der spektralen Verteilung wird die empfundene Schärfe berechnet (Einheit Acum). Um Klänge nach ihrer Lästigkeit beurteilen zu können, wurde die Rauhigkeit (Einheit Asper) als entscheidende Größe definiert. Darüber hinaus wird eine fünfte Größe, die Tonhaltigkeit verwendet, wenn Schallsignale deutlich tonale Komponenten besitzen, also irgendwie "klingen"